PRAXIS FÜR PSYCHOTHERAPIE nach dem Heilpraktikergesetz

PRAXIS FÜR PSYCHOTHERAPIE nach dem Heilpraktikergesetz

 

Psychotherapie ist wie eine Reise.

"Der Reisende ins Innere findet alles, was er sucht, in sich selbst. Das ist die höchste Form des Reisens." (China)

 

Arbeitsweisen

Familienstellen - Gespräch - Geführtes Zeichnen - Märchentherapie - Arbeit mit Träumen

Einzelstunden in der Praxis oder per Tel. und Skype möglich

Sie kommen mit einem Anliegen, einem Konflikt, einer Sehnsucht.

Ich begleite Sie zu sich selbst. In Ihrem Inneren verborgen liegt die Antwort. In dem Prozess der Selbstfindung entdecken Sie Ihr Potenzial, den Kern Ihres Wesens und den Urgrund, der sie trägt.

"Werde der/die du bist!"
Wie ein tiefer Lebensimpuls liegt dieser Auftrag im Kern eines jeden Menschen. Sicherlich kennen Sie den Wunsch endlich so zu leben, wie es Ihrer Persönlichkeit in der Tiefe entspricht.

Ich sehe meine Aufgabe darin, Sie auf dem Weg zu Ihrem Wesenskern zu unterstützen. Wie sich aus einem Apfelkern ein Apfelbaum entwickelt, so wächst der Mensch in Verbindung mit seinem Wesenskern in seine ganz individuelle Gestalt.

BlumeAuf diesem Weg zu sich selbst wachsen Vertrauen, Selbstwertgefühl und Selbstannahme. Sie lernen ihre Biografie, Gefühle und Bedürfnisse anzunehmen wie sie sind, mit ihren hellen und dunklen Seiten. Das hilft Ihnen auch das Leben anzunehmen mit allem, was dazu gehört.

Dann beginnen Lebensfreude und Liebe wieder zu fließen und Sie gewinnen Kraft zum Handeln in der Welt.

Mögliche Anliegen und Diagnosen von Klienten

  1. Mir fehlt etwas in meinem Leben. Ich funktioniere nur noch.
  2. Ich suche eine Neuorientierung
  3. Selbstfindung: Wer bin ich eigentlich? Entdeckung des eigenen Potenzials und Auftrags
  4. Mir liegt etwas Schweres im Magen, das mich blockiert. Ich möchte es annehmen und in Lebenskraft       verwandeln.
  5. Burnout: ich fühl mich leer und ausgebrannt
  6. Essstörungen: Adipositas und Annorexie
  7. Angst und Depression gemischt

 

Ablauf einer Sitzung

Die Sitzungen beginnen mit einem Gespräch, in dem Sie Ihr Anliegen mitteilen. Gemeinsam schauen wir, was Gutes aus unserer Arbeit herauskommen soll. Ich biete verschiedene lösungsorientierte Methoden an. Sie entscheiden, welche Vorgehensweise Sie im Moment anspricht. Sie können wählen zwischen:

  1. dem psychologischen Gespräch, in dem Träume, Visionen und Imagination einbezogen sind. Es geht um Ihre Verbindung mit dem, was Sie ursprünglich sind. Dadurch ergeben sich Lösungsmöglichkeiten für Ihr Anliegen. 
  2. dem "Geführten Zeichnen", bei dem Sie mit geschlossenen Augen Ihre Hände von Ihren inneren Bewegungen führen lassen. Gefühle, körperliche Schmerzen und Konflikte können ausgedrückt werden.
  3. der Maltherapie, in der Sie Ihre Themen mit Farben ausdrücken können.
  4. dem Familienstellen mit Bodenankern für Ihre Familienangehörigen. Indem Sie auf den unterschiedlichen Positionen stehen, können Sie sich in das ganze System einspüren. Gemeinsam finden wir lösende Sätze und eine Ordnung, die heilvoll für Ihr Anliegen ist.
  5. dem Stellen von Systemen, z.B. dem Team, in dem Sie arbeiten und ein Problem haben, das Sie lösen wollen.
  6. der Märchentherapie, in der sie sich selbst in einem Lieblingsmärchen begegnen können. Sie erleben Ihr verborgenes Potenzial und ungenutzte Kraftquellen, die Sie unterstützen auf Ihrem Weg die/ der zu werden, der/ die Sie sind. 
  7. der Hypnotherapie, in der Sie in Trance mit Ihrem Unbewussten in Kontakt kommen. Es kann Ihnen das mitteilen, was Im Moment für Sie von Bedeutung ist, um Ihr Anliegen zu lösen.

In einem klärenden Abschlußgespräch schauen wir auf die sichtbar gewordenen Lösungsansätze Ihres  anfänglichen Anliegens. 

 

„IMMA - Die Initiatische Arbeit mit Märchen- und Mythen (r)“

entwickelt von Hildegard Wiedemann

Die „Initiatische Therapie“ habe ich bei Graf Dürckheim und seiner Frau, Maria Hippius, gelernt. „Therapie“ wird dabei verstanden als Wegbegleitung eines Klienten. Das Wesentliche bei dieser Begleitung ist der Weg nach Innen. Das Wort „initiatisch“ kommt von dem lateinischen Verb inire, was hineingehen bedeutet. Es ist ein Weg der Erfahrung, der es ermöglicht bei sich selbst und dem göttlichen Urgrund anzukommen. Die Erfahrung des ganz Anderen, das uns durchdringt, das Gewahrsein des Seins oder der Präsenz Gottes, geben uns den Mut und die Demut, unsere Lebensaufgabe auf Erden zu erfüllen. Die Initiatische Wegbegleitung ist ausgerichtet auf ein persönliches und spirituelles Wachstum.

Ich erlebe den Weg der Helden und Heldinnen in den alten Volksmärchen als Weg der Menschen. Die Märchen beginnen mit unterschiedlichen Themen. Es kann der Tod der Mutter sein, die Kinderlosigkeit, eine Krankheit oder die Belagerung einer Stadt durch einen Drachen. Auch wir haben im Laufe unseres Lebens unterschiedliche Themen zu bewältigen. Jedes Thema hilft uns zu wachsen und zu reifen. Die alten Volksmärchen zeigen uns Lösungswege und gehen gut aus, wie auch das Leben an sich. Der Prozess der Helden beginnt mit der Annahme des Problems und der Bereitschaft, es zu lösen. Prüfungen hat er zu bestehen und manchmal muss er sein Leben wagen, um weiter zu kommen. Er setzt alles ein und bekommt Hilfe aus dem Überweltlichen. In einigen Märchen kennt ein Zwerg den Weg, den der Held sucht.  Wendet sich dieser dem kleinen Zwerg voller Respekt zu, hilft ihm der Zwerg weiter. Auf den ersten Blick sieht das märchenhaft aus, unrealistisch. Ist nicht gerade in diesen Bildern das Wirken einer anderen Welt spürbar, einer Welt, die nicht natürlich ist, die aber in unsere Realität einwirkt. Den Märchenhelden, die die Hilfe aus dem Übernatürlichen wahrnehmen und annehmen, gelingt die Erfüllung ihrer Aufgabe.

In den 70er Jahren wurde mir bewusst, dass die Volksmärchen und Mythen wie kostbare Stoffe sind, die aus dem Weltlichen und Überweltlichen gewebt sind. Die Silbe „my“ von Mythos bedeutet „geheim, still, mystisch“. Darin klingt die Verbindung zu den geheimnisvollen Kräften des Lebens an, die in den Mythen und den aus ihnen abgeleiteten Volksmärchen wirken. Diese alten Geschichten sind Einweihungswege in das Geheimnis des Lebens. In bildhafter Sprache zeigen sie uns, wie das Leben gelingt.

Ein Märchen ist eine Einheit, wie unsere Seele. Die unterschiedlichen Personen entsprechen verschiedenen inneren Anteilen. Wir können in uns den Helden finden, die Prinzessin, die Hexe, das Aschenbrödel und die arroganten Stiefschwestern. Der Held und die Heldin wachsen Dank der Schwierigkeiten, die sich ihnen in den Weg stellen wie eine Hexe oder ein Drache. Sie werden sich dieser Kräfte bewusst als innere Blockaden, die angenommen, erkannt und gewandelt werden wollen. So kann die Liebe fließen, was am Ende vieler Märchen im Bild der Hochzeit spürbar wird.

Ich habe Arbeitsweisen entwickelt, die die Erfahrung der Märchen und Mythen ermöglichen. Ich lade die Menschen ein, sich in eine Märchengestalt zu versetzen und diese durch eine Gebärde zu erleben. Manchmal leite ich ein szenisches Gebärdenspiel an oder lasse zu einer Szene ein Bild malen. Immer wieder mache ich auch systemische Aufstellungen zu Beziehungen von Personen oder Gestalten im Märchen. Die Menschen erfahren während der Arbeit mit den Märchen und Mythen ihre realen Nöte und Stärken und die Hilfe aus dem Überweltlichen. Diese Erfahrung hilft ihnen im Leben ihre Aufgaben anzunehmen, Wege zur Lösung zu wagen und sich zu öffnen für die Wahrnehmung der Hilfe aus der übernatürlichen Welt.

Die Prozessbegleitung der Menschen mit der Initiatischen Therapie entspricht der von mir entwickelten Arbeit mit Märchen und Mythen.  Ich nenne sie „IMMA-Initiatische Arbeit mit Märchen und Mythen zur Persönlichkeitsbildung(r)“.

 

Weiterbildungen

in IMMA-Initiatischer Märchen- und Mythenarbeit(R) und Märchenaufstellungen (DGfS)

Die Weiterbildungen sind gemäß den Weiterbildungs-Richtlinien der DGfS anerkannt 

Heinrich Zimmer

"Märchen und Mythen sind der Zauberspiegel, aus dem jeden, wenn er hineinsieht, sein eigenes Gesicht als Rätsel und Antwort anblickt. .... Im Umgang mit fernen Mythen und Symbolen unterhalten wir uns geradezu mit uns selbst. ... Die Gestalten der Mythen und Märchen sind ... Verkörperungen typisch menschlicher Eigenschaften und der Mächte, die das menschliche Geschick bestimmen. Die Erfahrungen, die sie machen, sind beispielhaft für die Abenteuer, die ein Mensch auf der Reise zu sich selbst zu bestehen hat."

Meine Seminare sind auf die Entwicklung des Menschen ausgerichtet, der so werden möchte, wie er ursprünglich ist. In den Seminaren wende ich folgende Methoden an:

  1. Maltherapie:  mit Farben oder Erstellen von Wollbildern, Geführtes Zeichnen
  2. Initiatische Therapie: Einzel - Gebärden, SzenischesGebärdenspiel
  3. Anfertigen von Masken und Maskenspiel 
  4. Familienstellen
  5. Stellen von Systemen

In Deutschland, Frankreich und der Schweiz finden offene Seminare und Ausbildungsgruppen statt. Die Angaben der Daten und Orte finden Sie unter dem button: Seminare.

Wirkungen der IMMA – der Initiatischen Märchen- und Mythenarbeit (R)

Die Wirkung der Bilder in Märchen und Mythen

Märchen und Mythen werden in einer bildhaften Sprache erzählt. Beim Zuhören entstehen im Klienten Bilder, die ihn berühren. Aus der Neurobiologie wissen wir, dass sich diese Bilder in der rechten Gehirnhälfte bilden, in der vorsprachliche und emotionale Ereignisse gespeichert werden. Wer seine inneren Märchen-Bilder im Malen oder durch Gebärden ausdrückt, der wird darin Elemente aus dem Märchen finden und auch aus seinem eigenen Leben. Die Bilder wirken wie eine Brücke zu sich selbst. Das Erleben der Bilder und gemeinsame Reflektieren führen zur Selbsterkenntnis. Erinnerungen und Gefühle können aufsteigen und eigene Reaktionsmuster und Glaubenssätze bewusst werden.

In den Bildern zeigen sich auch verborgene Ressourcen, Quellen der Kraft, die im Alltag nicht genutzt werden. Das kann eine tiefe, mütterliche Wärme sein, die Fähigkeit zu vertrauen und zu lieben oder eine innere Klarheit. Auch helfende Kräfte werden deutlich. In den Märchen sind es sprechende Tiere, Zwerge oder Zauberdinge, in den Mythen sind es die Götter. Wer in seinem Bild solche „Helfer“ entdeckt, kann sich mit ihnen verbinden und bekommt dadurch Rückenstärkung.

Ein Bild vermag auch auf den eigenen Wesenskern hinzuweisen und mit ihm in Beziehung zu kommen. Das geschieht sowohl durch die Farben als auch durch symbolische Darstellungen. Eine Klientin malte eine Königstochter und sagte bei der Bildbesprechung: „Ich weiß zutiefst, dass ich die Tochter eines Königs bin. Ich spüre meinen königlich, göttlichen Ursprung, meine Würde."

Wirkung der Identifikation

Der Klient identifiziert sich meistens mit der Figur des Helden. Wie dieser verlässt er sein Elternhaus, seine angepassten Verhaltensmuster, setzt sich mit einem Gegenspieler auseinander,  neuen, unbekannten Lebensweisen, bekommt Hilfe wie der Held und vertraut darauf, dass er sein Leben in die Hand nehmen kann. Er erfährt, dass der Held seine Probleme lösen kann. Das stärkt ihn und gibt ihm unmittelbar die Kraft und das Vertrauen sich seinen eigenen Lebensthemen zu stellen.

Wirkung des initiatischen Ansatzes in der Arbeit mit Märchen und Mythen

In der initiatischen Erarbeitung von Märchen und Mythen geht es darum, dass der Klient sich in seinem Leib auf dieser Erde als Mensch erlebt und sich gleichzeitig rückgebunden fühlt an das Größere, das ihm in aller Not hilfreich beisteht. Diese Arbeit ist auf eine Erfahrung des Größeren ausgerichtet und die Verbindung mit dem eigenen Wesenskern. Sie kreist um das Geheimnis, das der Schöpfung und jedem Individuum innewohnt.

Graf Dürckheim spricht vom „doppelten Ursprung“ des Menschen: seinem Ursprung im Geistigen/Himmlischen und Stofflichen/Irdischen. Der amerikanische Psychotherapeut C.Tipping schreibt: „Wir leben und schwingen gleichzeitig in zwei Welten: der Welt der göttlichen Wahrheit und der Welt des Menschlichen.“

Die Märchen beginnen meist mit einem Problem in einer Familie. Die Großmutter von „Rotkäppchen“ ist krank und die Eltern von „Hänsel und Gretel“ haben nicht genug zum Essen für die ganze Familie. Mit Hilfe des "Familienstellens" werden diese Themen erlebbar. 

Der Held oder die Heldin des Märchens werden mit einer existentiellen Erfahrung wie dem Tod konfrontiert, wodurch sie unbewusst erinnert werden an ihren übernatürlichen Ursprung. Ihre Lebenskräfte werden gestärkt. Dem Einleitungsteil folgt der Hauptteil, der von phantastischen Ereignissen berichtet, die es in unserer alltäglichen Wirklichkeit nicht gibt. Er beginnt meist mit einer Grenzüberschreitung. Oft ist es der Eintritt in den Wald, wie bei „Rotkäppchen“ und „Hänsel und Gretel“. Der Wald ist ein Symbol für das Unbewusste. Hier geschehen übernatürliche Dinge. Da gibt es einen sprechenden Wolf und eine Knusperhexe. Unbewusst sind die Menschen verbunden mit übernatürlichen Kräften. Bewusst leugnen sie diese eher: „Erzähl mir doch kein Märchen“. Das bedeutet soviel wie „Erzähl mir doch keine Lügengeschichte. Es gibt keine sprechenden Wölfe und keine Hexen“. Wenn wir rein rational ausgerichtet sind und keinen Zugang zu dem Außer-Raum-Zeitlichen haben, tun wir die Märchen als reine Fiktion ab. Lassen wir uns aber auf sie ein, so bringen sie uns in Kontakt mit hilfreichen, übernatürlichen Kräften. Dann können wir in der Knusperhexe die große, nährende Muttergöttin erleben wie auch die Todesgöttin. Wir erfahren mit „Hänsel und Gretel“ den großen Reichtum, den sie im Haus der „Hexe“ finden, nachdem sie diese überwunden haben. Nun kommt wieder eine Grenzüberschreitung. Die beiden Geschwister verlassen den Wald und setzen auf einer Ente über ein großes Wasser ähnlich dem Styx der Unterwelt, der das Reich des Todes von dem des Lebens trennt. Es folgt der Schlussteil, in dem sie zurück in den Alltag finden. Sie begegnen ihrem Vater. Die Schätze aus der Erfahrung im Wald, in der Rückbindung an das Größere, bringen sie mit in den Alltag.

So bringen auch die Menschen, die initiatisch mit Märchen und Mythen arbeiteten,  Stärkung, Vertrauen und Lebensfreude mit in ihren Alltag.

 

Veröffentlichungen

Bestellen bei H.Wiedemann oder in Todtmoos Rütte bei R.Bühlmann

"Der Reisende ins Innere findet alles, was er sucht, in sich selbst. Das ist die höchste Form des Reisens." (aus China)