Was ich tue

1. PRAXIS FÜR PSYCHOTHERAPIE

nach dem Heilpraktikergesetz

Einzelstunden in Initiatischer Therapie

Das Wort "initiatisch" kommt von dem lateinischen Verb "initiare" und bedeutet "hineingehen", sich seinem Inneren zuwenden, dem Geheimnis, das jeder ist und das alles Potenzial zur Erfüllung des eigenen Lebensauftrags bereithält. 

"Werde der/die du bist!"
Wie ein tiefer Lebensimpuls liegt dieser Auftrag im Kern eines jeden Menschen. Sicherlich kennen Sie den Wunsch endlich so zu leben, wie es Ihrer Persönlichkeit in der Tiefe entspricht.

Ich sehe meine Aufgabe darin, Sie auf dem Weg zu Ihrem Wesenskern zu unterstützen. Wie sich aus einem Apfelkern ein Apfelbaum entwickelt, so wächst der Mensch in Verbindung mit seinem Wesenskern in seine ganz individuelle Gestalt.

BlumeAuf diesem Weg zu sich selbst wachsen Vertrauen, Selbstwertgefühl und Selbstannahme. Sie lernen ihre Biografie, Gefühle und Bedürfnisse anzunehmen wie sie sind, mit ihren hellen und dunklen Seiten. Das hilft Ihnen auch das Leben anzunehmen mit allem, was dazu gehört.

Dann beginnen Lebensfreude und Liebe wieder zu fließen und Sie gewinnen Kraft zum Handeln in der Welt.

Mögliche Anliegen und Diagnosen von Klienten

  1. Mir fehlt etwas in meinem Leben. Ich funktioniere nur noch.
  2. Selbstfindung: Wer bin ich eigentlich? Entdeckung des eigenen Potenzials und Auftrags
  3. Mir liegt etwas Schweres im Magen, das mich blockiert. Ich möchte es annehmen und in Lebenskraft       verwandeln.
  4. Burnout: ich fühl mich leer und ausgebrannt
  5. Essstörungen: Adipositas und Annorexie
  6. Angst und Depression gemischt

 

Ablauf einer Sitzung

Die Sitzungen beginnen mit einem Gespräch, in dem Sie Ihr Anliegen mitteilen. Gemeinsam schauen wir, was Gutes aus unserer Arbeit herauskommen soll. Ich biete verschiedene lösungsorientierte Methoden an. Sie entscheiden, welche Vorgehensweise Sie im Moment anspricht. Sie können wählen zwischen:

  1. dem psychologischen Gespräch, in dem Träume, Visionen und Imagination einbezogen sind. Es geht um Ihre Verbindung mit dem, was Sie ursprünglich sind. Dadurch ergeben sich Lösungsmöglichkeiten für Ihr Anliegen. 
  2. dem "Geführten Zeichnen", bei dem Sie mit geschlossenen Augen Ihre Hände von Ihren inneren Bewegungen führen lassen. Gefühle, körperliche Schmerzen und Konflikte können ausgedrückt werden.
  3. der Maltherapie, in der Sie Ihre Themen mit Farben ausdrücken können.
  4. dem Familienstellen mit Bodenankern für Ihre Familienangehörigen. Indem Sie auf den unterschiedlichen Positionen stehen, können Sie sich in das ganze System einspüren. Gemeinsam finden wir lösende Sätze und eine Ordnung, die heilvoll für Ihr Anliegen ist.
  5. dem Stellen von Systemen, z.B. dem Team, in dem Sie arbeiten und ein Problem haben, das Sie lösen wollen.
  6. der Märchentherapie, in der sie sich selbst in einem Lieblingsmärchen begegnen können. Sie erleben Ihr verborgenes Potenzial und ungenutzte Kraftquellen, die Sie unterstützen auf Ihrem Weg die/ der zu werden, der/ die Sie sind. 
  7. der Hypnotherapie, in der Sie in Trance mit Ihrem Unbewussten in Kontakt kommen. Es kann Ihnen das mitteilen, was Im Moment für Sie von Bedeutung ist, um Ihr Anliegen zu lösen.

In einem klärenden Abschlußgespräch schauen wir auf die sichtbar gewordenen Lösungsansätze Ihres  anfänglichen Anliegens. 

 

2. Weiterbildungen in IMMA-Initiatischer Märchen- und Mythenarbeit(R) verbunden mit Systemaufstellungen

Die Weiterbildungen sind gemäß den Weiterbildungs-Richtlinien der DGfS anerkannt 

Heinrich Zimmer

"Märchen und Mythen sind der Zauberspiegel, aus dem jeden, wenn er hineinsieht, sein eigenes Gesicht als Rätsel und Antwort anblickt. .... Im Umgang mit fernen Mythen und Symbolen unterhalten wir uns geradezu mit uns selbst. ... Die Gestalten der Mythen und Märchen sind ... Verkörperungen typisch menschlicher Eigenschaften und der Mächte, die das menschliche Geschick bestimmen. Die Erfahrungen, die sie machen, sind beispielhaft für die Abenteuer, die ein Mensch auf der Reise zu sich selbst zu bestehen hat."

Meine Seminare sind auf die Entwicklung des Menschen ausgerichtet, der so werden möchte, wie er ursprünglich ist. In den Seminaren wende ich folgende Methoden an:

  1. Maltherapie:  mit Farben oder Erstellen von Wollbildern, Geführtes Zeichnen
  2. Initiatische Therapie: Einzel - Gebärden, SzenischesGebärdenspiel
  3. Anfertigen von Masken und Maskenspiel 
  4. Familienstellen
  5. Stellen von Systemen

In Deutschland, Frankreich und der Schweiz finden offene Seminare und Ausbildungsgruppen statt. Die Angaben der Daten und Orte finden Sie unter dem button: Seminare.

Wirkungen der IMMA – der Initiatischen Märchen- und Mythenarbeit (R)

Die Wirkung der Bilder in Märchen und Mythen

Märchen und Mythen werden in einer bildhaften Sprache erzählt. Beim Zuhören entstehen im Klienten Bilder, die ihn berühren. Aus der Neurobiologie wissen wir, dass sich diese Bilder in der rechten Gehirnhälfte bilden, in der vorsprachliche und emotionale Ereignisse gespeichert werden. Wer seine inneren Märchen-Bilder im Malen oder durch Gebärden ausdrückt, der wird darin Elemente aus dem Märchen finden und auch aus seinem eigenen Leben. Die Bilder wirken wie eine Brücke zu sich selbst. Das Erleben der Bilder und gemeinsame Reflektieren führen zur Selbsterkenntnis. Erinnerungen und Gefühle können aufsteigen und eigene Reaktionsmuster und Glaubenssätze bewusst werden.

In den Bildern zeigen sich auch verborgene Ressourcen, Quellen der Kraft, die im Alltag nicht genutzt werden. Das kann eine tiefe, mütterliche Wärme sein, die Fähigkeit zu vertrauen und zu lieben oder eine innere Klarheit. Auch helfende Kräfte werden deutlich. In den Märchen sind es sprechende Tiere, Zwerge oder Zauberdinge, in den Mythen sind es die Götter. Wer in seinem Bild solche „Helfer“ entdeckt, kann sich mit ihnen verbinden und bekommt dadurch Rückenstärkung.

Ein Bild vermag auch auf den eigenen Wesenskern hinzuweisen und mit ihm in Beziehung zu kommen. Das geschieht sowohl durch die Farben als auch durch symbolische Darstellungen. Eine Klientin malte eine Königstochter und sagte bei der Bildbesprechung: „Ich weiß zutiefst, dass ich die Tochter eines Königs bin. Ich spüre meinen königlich, göttlichen Ursprung, meine Würde."

Wirkung der Identifikation

Der Klient identifiziert sich meistens mit der Figur des Helden. Wie dieser verlässt er sein Elternhaus, seine angepassten Verhaltensmuster, setzt sich mit einem Gegenspieler auseinander,  neuen, unbekannten Lebensweisen, bekommt Hilfe wie der Held und vertraut darauf, dass er sein Leben in die Hand nehmen kann. Er erfährt, dass der Held seine Probleme lösen kann. Das stärkt ihn und gibt ihm unmittelbar die Kraft und das Vertrauen sich seinen eigenen Lebensthemen zu stellen.

Wirkung des initiatischen Ansatzes in der Arbeit mit Märchen und Mythen

In der initiatischen Erarbeitung von Märchen und Mythen geht es darum, dass der Klient sich in seinem Leib auf dieser Erde als Mensch erlebt und sich gleichzeitig rückgebunden fühlt an das Größere, das ihm in aller Not hilfreich beisteht. Diese Arbeit ist auf eine Erfahrung des Größeren ausgerichtet und die Verbindung mit dem eigenen Wesenskern. Sie kreist um das Geheimnis, das der Schöpfung und jedem Individuum innewohnt.

Graf Dürckheim spricht vom „doppelten Ursprung“ des Menschen: seinem Ursprung im Geistigen/Himmlischen und Stofflichen/Irdischen. Der amerikanische Psychotherapeut C.Tipping schreibt: „Wir leben und schwingen gleichzeitig in zwei Welten: der Welt der göttlichen Wahrheit und der Welt des Menschlichen.“

Die Märchen beginnen meist mit einem Problem in einer Familie. Die Großmutter von „Rotkäppchen“ ist krank und die Eltern von „Hänsel und Gretel“ haben nicht genug zum Essen für die ganze Familie. Mit Hilfe des "Familienstellens" werden diese Themen erlebbar. 

Der Held oder die Heldin des Märchens werden mit einer existentiellen Erfahrung wie dem Tod konfrontiert, wodurch sie unbewusst erinnert werden an ihren übernatürlichen Ursprung. Ihre Lebenskräfte werden gestärkt. Dem Einleitungsteil folgt der Hauptteil, der von phantastischen Ereignissen berichtet, die es in unserer alltäglichen Wirklichkeit nicht gibt. Er beginnt meist mit einer Grenzüberschreitung. Oft ist es der Eintritt in den Wald, wie bei „Rotkäppchen“ und „Hänsel und Gretel“. Der Wald ist ein Symbol für das Unbewusste. Hier geschehen übernatürliche Dinge. Da gibt es einen sprechenden Wolf und eine Knusperhexe. Unbewusst sind die Menschen verbunden mit übernatürlichen Kräften. Bewusst leugnen sie diese eher: „Erzähl mir doch kein Märchen“. Das bedeutet soviel wie „Erzähl mir doch keine Lügengeschichte. Es gibt keine sprechenden Wölfe und keine Hexen“. Wenn wir rein rational ausgerichtet sind und keinen Zugang zu dem Außer-Raum-Zeitlichen haben, tun wir die Märchen als reine Fiktion ab. Lassen wir uns aber auf sie ein, so bringen sie uns in Kontakt mit hilfreichen, übernatürlichen Kräften. Dann können wir in der Knusperhexe die große, nährende Muttergöttin erleben wie auch die Todesgöttin. Wir erfahren mit „Hänsel und Gretel“ den großen Reichtum, den sie im Haus der „Hexe“ finden, nachdem sie diese überwunden haben. Nun kommt wieder eine Grenzüberschreitung. Die beiden Geschwister verlassen den Wald und setzen auf einer Ente über ein großes Wasser ähnlich dem Styx der Unterwelt, der das Reich des Todes von dem des Lebens trennt. Es folgt der Schlussteil, in dem sie zurück in den Alltag finden. Sie begegnen ihrem Vater. Die Schätze aus der Erfahrung im Wald, in der Rückbindung an das Größere, bringen sie mit in den Alltag.

So bringen auch die Menschen, die initiatisch mit Märchen und Mythen arbeiteten,  Stärkung, Vertrauen und Lebensfreude mit in ihren Alltag.

 

Veröffentlichungen

Bestellen bei H.Wiedemann oder in Todtmoos Rütte bei R.Bühlmann