Aphrodite: Steckbrief der Göttin der Liebe und Schönheit
Aphrodite in Kürze
Aphrodite ist die Göttin der Liebe, der Schönheit und des Verlangens und gehört zu den Göttern der griechischen Mythologie, als eine der zwölf Olympier. Für ihre Herkunft gibt es zwei Fassungen: Bei Hesiod entsteht sie aus dem Schaum des Meeres, bei Homer ist sie die Tochter des Zeus und der Dione. Als ihre Zeichen gelten Rose, Myrte und Taube; die Römer nennen sie Venus.
Aphrodite auf einen Blick
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Name | Aphrodite; Beiname Kythereia, bei Hesiod aus Kythera gedeutet |
| Zuständigkeit | Liebe, Schönheit und Verlangen; bei Hesiod Gekos, Blick, Bethörung, Lust, Liebreiz und Anmut; in der Ilias die Werke der Hochzeit |
| Herkunft | Zwei Fassungen: bei Hesiod aus dem Meerschaum, Eltern nicht genannt; bei Homer Tochter des Zeus, in der Ilias mit Dione als Mutter |
| Ehe | Mit Hephaistos nach der Odyssee; in der Ilias heißt seine Frau Charis, in der Theogonie Aglaia |
| Liebhaber | Ares, Adonis, Anchises |
| Kinder und Begleiter | Äneas mit Anchises; Harmonia sowie Graun und Entsetzen mit Ares, so bei Hesiod; Eros und Himeros als Begleiter |
| Zeichen | Rose, Myrte, Taube; Gespann aus Tauben oder Schwänen; Gürtel |
| Orte | Kythera als erste Station, Zypern, Paphos mit Hain und Altar |
| Römischer Name | Venus |
| Wichtigste Quellen | Hesiod, Theogonie; Homer, Ilias und Odyssee; Homerischer Hymnus auf Aphrodite; Ovid; Lukian; Apollodor |
Symbole und Attribute: Rose, Myrte und Taube
Die Rose gilt als Blume der Aphrodite und unter den Geburtsblumen als Blume des Juni. Im Mythos verbindet Bion die Rose mit Adonis, dem Geliebten der Aphrodite: In seiner Klage um den Toten wird alles in der Erde zu Blumen, aus den Tränen der Aphrodite die Anemonen, aus dem Blut des Adonis die Rosen, bei Voß „Rosen erzeugt sein Blut“ (Bion, Klage um Adonis V. 64–66, Voß, S. 320; Hesiod, Theogonie V. 188–198, Voß, S. 93). Bei Hesiod wachsen unter dem Fuß der Neugeborenen dagegen Kräuter, von Rosen ist dort keine Rede. Die Zuordnung zum Juni ist eine heutige Konvention; die hier gelesenen antiken Quellen kennen sie nicht.
Myrte: ein Baum der Aphrodite
Die Myrte gilt als Baum der Aphrodite, bei den Römern als Baum der Venus. Bei Vergil ordnet Korydon im Wettgesang der siebten Ekloge den Göttern ihre Bäume zu: Herkules die Pappel, Bacchus die Rebe, „Myrten die anmutreiche Cyther‘, und Lorber Apollo“ (Vergil, Eklogen 7,61–62, Voß, S. 83). Im lateinischen Text steht an dieser Stelle der Name Venus; Voß schreibt dafür Cyther‘.
Tauben und Schwäne: das Gespann der Aphrodite
Zu den Tieren, die Aphrodite zugeordnet werden, gehört die Taube. Bei Ovid zieht Venus an einer Stelle „mit dem Taubengespann sanftwehende Lüfte durchfahrend“ dahin, an anderer Stelle steigt sie „mit geschirreten Schwänen“ empor: Ovid kennt für sie zwei Gespanne, das der Tauben und das der Schwäne (Ovid, Metamorphosen 14,596–599 und 10,708–709, Voß, Theil 2, S. 355 und S. 201). In der Übersetzung von Voß heißt die Göttin bei Ovid Venus; gemeint ist Aphrodite.
Herkunft: Schaumgeborene bei Hesiod, Tochter des Zeus bei Homer
Bei Hesiod beginnt Aphrodites Geschichte im Meer. In der Theogonie breitet sich Uranos nachts über Gaia aus, sein Sohn greift mit der langen, scharf gezahnten Hippe nach der Scham des Vaters, trennt sie ab und wirft sie hinter sich ins Meer. Dort wallt sie lange dahin, Schaum steigt rings um sie auf, und in ihm wächst ein Mädchen heran. Es kommt zuerst nach Kythera, danach nach Zypern, und dort entsteigt die schöne, herrliche Göttin; Kräuter umblühen ihren Fuß. Eros und Himeros begleiten die Neugeborene. Eltern nennt Hesiod in diesen Versen nicht; Dione begegnet in der Theogonie nur zweimal, im Musenhymnus neben Aphrodite und unter den Töchtern der Tethys und des Okeanos, nie als Mutter (Hesiod, Theogonie V. 17 und 353, Voß, S. 78 und S. 106). Hesiod deutet den Namen Aphrodite aus dem Meerschaum und den Beinamen Kythereia aus Kythera:
„Afrodite / Nennen sie Götter sowohl als Sterbliche, weil sie aus Meerschaum / Aufwuchs“
Hesiod, Theogonie V. 195 ff., übersetzt von Johann Heinrich Voß, Heidelberg 1806, S. 93
Homer: Tochter des Zeus, in der Ilias mit Dione als Mutter
Bei Homer ist Aphrodite die Tochter des Zeus. Die Odyssee kennt Zeus als Vater: Aphrodite kehrt dort vom Vater zurück, und Hephaistos nennt sie die Tochter des Zeus. Ebenso spricht der Homerische Hymnus auf Aphrodite sie als Tochter des Zeus an. In der Ilias ist zudem ihre Mutter benannt: Dione. Im fünften Gesang ruft Diomedes die verwundete Göttin als Tochter des Zeus an, und sie sinkt der Dione in den Schoß, die sie im Arm hält und Töchterchen nennt. Hesiod und Homer erzählen die Herkunft damit verschieden: Bei Hesiod steht der Schaum und keine genannten Eltern, bei Homer Zeus als Vater und in der Ilias Dione als Mutter. Bei Voß liest sich die Szene so:
„Mütterlich hielt nun jene die göttliche tochter umarmet“
Homer, Ilias 5,370 f., übersetzt von Johann Heinrich Voß, 3. Auflage, Tübingen 1806, Bd. 1, S. 122
Platon, Cicero und Apollodor: spätere Fassungen
Spätere antike Texte bringen weitere Fassungen und deutende Ordnungsversuche. Platon lässt im Symposion den Redner Pausanias zwei Aphroditen unterscheiden, die ältere, mutterlose Tochter des Uranos und die jüngere, Tochter des Zeus und der Dione. Cicero zählt vier Venus, darunter eine aus dem Schaum des Meeres und eine als Tochter Jupiters und der Dione. Apollodor lässt Zeus „mit Dione die Aphrodite“ zeugen (Platon, Symposion 180d–e, Schleiermacher, S. 384; Cicero, Vom Wesen der Götter 3,59, Michaelis, S. 225 f.; Apollodor, Bibliothek 1,3,1, Moser, Bd. 1, S. 30 f.). Bei Hesiod ist Eros ein Urgott und Gefährte der Aphrodite; bei Lukian und Cicero erscheint er als Sohn der Venus.
Ehe und Liebhaber: Hephaistos, Ares, Adonis und Anchises
Hephaistos ist nach der Odyssee Aphrodites Ehemann; als Liebhaber nennen die Quellen Ares, Adonis und Anchises. Für die Hochzeit, nicht für den Krieg ist Aphrodite zuständig: Zeus nennt sie in der Ilias „mein töchterchen“ und bedeutet ihr, nicht die Werke des Krieges seien ihre Sache, sondern „anmutige werke der hochzeit.“ (Homer, Ilias 5,426–430, Voß, Bd. 1, S. 125). In der Odyssee singt Demodokos von der heimlichen Liebe der Aphrodite zu Ares: Die beiden sind im Haus des Hephaistos beisammen, Helios sieht es und meldet es dem Hausherrn, und Hephaistos fängt sie durch seine Kunst in Banden. Die Götter spotten: „Nimmer gedeiht doch böses; der langsame hascht ja den schnellen. / Also fing auch Hefästos, der langsame, jezo den Ares“. Die Frau des Hephaistos heißt je nach Stelle verschieden: in der Ilias Charis, in der Theogonie Aglaia, in der Odyssee Aphrodite. Ob Charis und Aglaia dieselbe Gestalt sind, sagen die Stellen nicht (Homer, Odyssee 8,329–330, Voß, S. 165; Homer, Ilias 18,382 f., Voß, Bd. 2, S. 171; Hesiod, Theogonie V. 945 f., Voß, S. 155).
Auch Ares erscheint in verschiedenen Rollen: In der Odyssee ist er ihr Liebhaber, bei Hesiod zeugt er mit ihr Harmonia sowie Graun und Entsetzen, wie Voß die Namen Phobos und Deimos wiedergibt, und in der Ilias bittet Aphrodite ihn: „bruder, schaffe mich weg, und gieb mir die rosse“ (Hesiod, Theogonie V. 933–937, Voß, S. 154; Homer, Ilias 5,359, Voß, Bd. 1, S. 122).
Adonis: Eltern, Kiste und Tod
Für seine Eltern nennt Apollodor drei Fassungen: Kinyras und Metharme; Phönix und Alphesiböa, so Hesiod nach Apollodor; oder Thias als Vater der Smyrna, die zu einem Baum wird, aus dem Adonis geboren wird, so Panyasis (Apollodor, Bibliothek 3,14,3–4, Moser, Bd. 2, S. 189 f.). Hesiods Theogonie nennt Adonis nicht. Nicht zu verwechseln mit der Myrte der Aphrodite: Der Baum Smyrna ist die Myrrhe.
Aphrodite, von der Schönheit des Kindes angezogen, verbirgt es in einer Kiste und gibt es der Persephone, die es nicht wieder herausgeben will. Zeus teilt das Jahr in drei Teile, einen für Adonis selbst, einen für Persephone, einen für Aphrodite, und Adonis verbringt auch seinen eigenen Teil bei ihr. Später stirbt er auf der Jagd, von einem Schwein verwundet, nach dem Willen der grollenden Artemis. Bei Bion klagt Aphrodite, hier Kythereia genannt, um ihn und ist nun eine Witwe. Ovid erzählt ihre Liebe zu Adonis, doch die Auswahl von Voß endet vor seinem Tod.
Anchises und Äneas
In der Ilias heißt es von Äneas, dass Anchises ihn mit Aphrodite zeugte, als sie auf dem Ida zu dem Mann hinsank. Der Homerische Hymnus auf Aphrodite erzählt, wie es dazu kam: Zeus selbst legt ihr das Verlangen nach einem sterblichen Mann ins Herz. Anchises weidet auf dem Ida Rinder, und als Aphrodite ihn sieht, ergreift das Verlangen ihr Herz. Sie geht nach Zypern in ihren duftenden Tempel in Paphos, wo ihr Hain und Altar gehören.
Später löst Anchises ihr den Gürtel, zieht ihr die Gewänder aus und legt diese auf einen Stuhl mit silbernen Nägeln; dann liegt der Sterbliche bei der Göttin, ohne es zu wissen. Aphrodite kündigt ihm einen Sohn an, der Äneas heißen wird, und erklärt den Namen aus ihrem Schmerz: „weil’s mir ein eigner / Schmerz war“ (Homerischer Hymnus auf Aphrodite V. 196–199, Thudichum, S. 60).
Das Urteil des Paris und Aphrodite im Trojanischen Krieg
Im Urteil des Paris streiten Hera, Athene und Aphrodite um den Preis der Schönsten, und Paris, ein Hirte auf dem Ida, soll entscheiden. Die Überlieferung kennt drei Stufen. In der Ilias wird das Urteil nur angespielt: Hera, Poseidon und Athene hassen Troja wegen des Alexandros, wie Paris dort heißt: „Welcher die göttinnen schmähte, da ihm ins gehöfde sie kamen, / Und sie pries, die zum lohn ihm verderbliche üppigkeit darbot“ (Homer, Ilias 24,25–30, Voß, Bd. 2, S. 308). Aphrodite nennt der Text in diesen Versen nicht, ein Apfel kommt nicht vor.
Bei Lukian, dessen Göttinnen in der Übersetzung von Pauly Juno, Minerva und Venus heißen, gibt Jupiter dem Merkur einen Apfel für Paris, auf dem steht: „die Schönste soll ihn haben“ (Lukian, Göttergespräche 20, Pauly, S. 163). Minerva verlangt, dass Venus zuvor ihren Gürtel ablegt, damit sie Paris nicht behexen kann. Juno bietet die Herrschaft über Asien, Minerva den Sieg, Venus die Helena samt Amor und Himeros als Begleitern, und Paris entscheidet sich für Venus. Einen solchen Gürtel kennt schon die Ilias: Aphrodite leiht ihn Hera, und in ihm sind nach Voß Zauberreize versammelt.
Nach der Epitome zu Apollodors Bibliothek wirft Eris einen Apfel als Preis der Schönheit unter die Göttinnen. Ein goldener Apfel kommt weder bei Lukian noch in der Epitome vor; das Wort Zankapfel für einen Streitgegenstand geht dennoch auf diese Erzählung zurück.
Aphrodite vor Troja: Paris, Helena und Diomedes
Im Kampf um Troja greift Aphrodite bei Homer mehrfach ein. Im dritten Gesang der Ilias entrückt sie Paris im Zweikampf mit Menelaos mühelos, hüllt ihn in Nebel und setzt ihn in seine duftende Kammer; Helena, die sie angefahren hat, weist sie mit der Drohung zurecht, sie zu hassen und Troer wie Achaier zu verderblicher Feindschaft zu entflammen. Im fünften Gesang verfolgt Diomedes Aphrodite, weil er erkannt hat: „sie erschein‘ unkriegerisch“. Seine Lanze trifft ihre Hand, und „da rann unsterbliches blut ihr“ (Homer, Ilias 5,330–343, Voß, Bd. 1, S. 121).
Venus: die römische Entsprechung der Aphrodite
Venus ist die römische Entsprechung der Aphrodite: Die Römer setzten ihre Göttin der Liebe und der Schönheit mit der griechischen gleich. Die deutschen Übersetzungen von Ovid und Lukian, die von Voß und von Pauly, schreiben Venus, Jupiter, Juno und Minerva und meinen Aphrodite, Zeus, Hera und Athene. Bei Ovid bittet Venus Jupiter, ihrem Sohn Äneas „wenige Gottheit“ zu geben, und Jupiter gewährt es (Ovid, Metamorphosen 14,588–595, Voß, Theil 2, S. 355).
Am Festtag der Venus in Zypern wünscht sich bei Ovid der Bildhauer Pygmalion, ohne die Statue zu nennen, eine Frau, „der elfenbeinenen ähnlich“. Die Statue hat bei Ovid keinen Namen, und in der Fassung von Voß fehlt das Kind Paphos (Ovid, Metamorphosen 10,270–294, Voß, Theil 2, S. 183–185).
Wo das steht: Quellen und Ausgaben
Die Zitate dieser Seite stammen aus Ausgaben, die in den Jahren 1798 bis 1870 gedruckt wurden. Hesiod zitieren wir nach Johann Heinrich Voß, Heidelberg 1806, kurz Voß, Hesiod; Ilias und Odyssee nach Voß in der dritten Auflage, Tübingen 1806, kurz Voß, Ilias und Voß, Odyssee; Ovid nach Voß, Berlin 1798, einer Auswahl von 60 Stücken, kurz Voß, Ovid; Bion nach Voß, Tübingen 1808, kurz Voß, Bion; Vergil nach Voß, Braunschweig, ohne Jahr, kurz Voß, Vergil. Die Homerischen Hymnen stehen bei Georg Thudichum, Stuttgart 1870, Apollodor bei Christian Gottlob Moser, Stuttgart 1828, Lukian bei August Friedrich Pauly, Stuttgart 1827, Cicero bei Christian Friedrich Michaelis, München 1829, Platon bei Friedrich Schleiermacher, Berlin 1807.
Alle diese Übersetzer starben vor mehr als 70 Jahren, Voß 1826, Thudichum 1873, Moser 1886, Pauly 1845, Michaelis und Schleiermacher 1834. Wir zitieren nur aus gemeinfreien Scans alter Übersetzungen.
Die Versangaben folgen der griechischen, bei Ovid und Vergil der lateinischen Zählung. Die Randzahlen bei Voß weichen in der Theogonie davon ab, die Randzahl 200 steht beim griechischen Vers 203; darum nennt jede Fundstelle auch die Seite der Ausgabe. Voß lässt in der Theogonie zwei Verse mit Beinamen der Aphrodite aus, die Verse 199 und 200. Zitate behalten die Schreibweise der jeweiligen Ausgabe.
Die Fundstellen dieser Seite im Überblick
| Aussage | Werk und Stelle | Ausgabe und Seite |
|---|---|---|
| Zuständigkeit: Verlangen bei Göttern, Menschen und Tieren; ausgenommen Athene, Artemis und Hestia | Homerischer Hymnus auf Aphrodite V. 1–6 und 33–40 | Thudichum, Stuttgart 1870, S. 53 f. |
| Aufgabe bei Hesiod: Gekos, Blick, Bethörung, Lust, Liebreiz, Anmut | Hesiod, Theogonie V. 201–206 | Voß, Hesiod, S. 93 f. |
| Rose aus dem Blut des Adonis, Anemone aus den Tränen der Aphrodite | Bion, Klage um Adonis V. 64–66 | Voß, Bion, S. 320 |
| Unter dem Fuß der Neugeborenen wachsen Kräuter, keine Rosen | Hesiod, Theogonie V. 188–198 | Voß, Hesiod, S. 93 |
| Myrte der Venus | Vergil, Eklogen 7,61 f. | Voß, Vergil, S. 83 |
| Taubengespann und Schwanengespann der Venus | Ovid, Metamorphosen 14,597 und 10,708 | Voß, Ovid, Theil 2, S. 355 und S. 201 |
| Aphrodite entsteht aus dem Meerschaum, kommt über Kythera nach Zypern; Eros und Himeros begleiten sie | Hesiod, Theogonie V. 176–198 und 201 | Voß, Hesiod, S. 92 f. |
| Voß lässt die Beinamen in V. 199 f. aus | Hesiod, Theogonie V. 199–201 | Voß, Hesiod, S. 93 f. |
| Eros als Urgott bei Hesiod | Hesiod, Theogonie V. 116–122 | Voß, Hesiod, S. 87 |
| Tochter des Zeus; in der Ilias mit der Mutter Dione | Ilias 5,348 und 5,370–381 | Voß, Ilias, Bd. 1, S. 122 f. |
| Tochter des Zeus, weitere Stellen | Odyssee 8,289 und 8,308; Homerischer Hymnus auf Aphrodite V. 191 | Voß, Odyssee, S. 163 f.; Thudichum, S. 60 |
| Dione bei Hesiod nur im Musenhymnus und unter den Okeaniden | Hesiod, Theogonie V. 17 und 353 | Voß, Hesiod, S. 78 und S. 106 |
| Zwei Aphroditen | Platon, Symposion 180d–e | Schleiermacher, S. 384 |
| Vier Venus | Cicero, Vom Wesen der Götter 3,59 | Michaelis, S. 225 f. |
| Zeus zeugt mit Dione die Aphrodite | Apollodor, Bibliothek 1,3,1 | Moser, Bd. 1, S. 30 f. |
| Werke der Hochzeit statt Werke des Krieges | Ilias 5,426–430 | Voß, Ilias, Bd. 1, S. 125 |
| Frau des Hephaistos: Charis, Aglaia, Aphrodite | Ilias 18,382 f.; Theogonie V. 945 f.; Odyssee 8,266–366 | Voß, Ilias, Bd. 2, S. 171; Voß, Hesiod, S. 155; Voß, Odyssee, S. 163–166 |
| Ares als Bruder, Liebhaber und Vater von Graun und Entsetzen und Harmonia | Ilias 5,355–359; Odyssee 8,266–366; Theogonie V. 933–937; Ovid, Metamorphosen 4,171–189 | Voß, Ilias, Bd. 1, S. 122; Voß, Odyssee, S. 163–166; Voß, Hesiod, S. 154; Voß, Ovid, Theil 1, S. 216 f. |
| Adonis: Eltern, Kiste und Tod; die Ovid-Auswahl von Voß endet vor dem Tod | Apollodor, Bibliothek 3,14,3–4; Bion V. 58–66; Ovid, Metamorphosen 10,529–709 | Moser, Bd. 2, S. 189 f.; Voß, Bion, S. 320; Voß, Ovid, Theil 2, S. 186–201 |
| Anchises und Äneas | Homerischer Hymnus auf Aphrodite V. 45–59, 164–167, 196–199; Ilias 2,819–821 | Thudichum, S. 54 f. und S. 59 f.; Voß, Ilias, Bd. 1, S. 59 f. |
| Aphrodite im Kampf um Troja | Ilias 3,380–382 und 3,406–417; 5,330–343 | Voß, Ilias, Bd. 1, S. 79 f. und S. 121 |
| Gürtel der Aphrodite | Ilias 14,214–217; Lukian, Göttergespräche 20 | Voß, Ilias, Bd. 2, S. 45; Pauly, S. 164 f. |
| Urteil des Paris in drei Überlieferungsstufen | Ilias 24,25–30; Lukian, Göttergespräche 20; Apollodor, Epitome 3,2 | Voß, Ilias, Bd. 2, S. 308; Pauly, S. 158–169; Frazer, Übersetzer † 1941, Loeb 1921, englisch, nur eingesehen, nicht zitiert |
| Venus bittet Jupiter für ihren Sohn Äneas | Ovid, Metamorphosen 14,588–595 | Voß, Ovid, Theil 2, S. 355 |
| Pygmalion: die Statue ohne Namen, kein Kind Paphos bei Voß | Ovid, Metamorphosen 10,270–294 | Voß, Ovid, Theil 2, S. 183–185 |
Häufige Fragen zu Aphrodite
Was für eine Göttin ist Aphrodite?
Aphrodite ist die Göttin der Liebe, der Schönheit und des Verlangens. Im Homerischen Hymnus auf Aphrodite kann sie nur Athene, Artemis und Hestia nicht bereden; von allen anderen heißt es: „entziehet sich nichts Aphroditen“ (Homerischer Hymnus auf Aphrodite V. 33–36, Thudichum, S. 54). In der Ilias weist Zeus ihr die Werke der Hochzeit zu, nicht die des Krieges. Bei den Römern heißt sie Venus.
Ist Aphrodite Tochter von Zeus?
Bei Homer ja: In der Ilias ruft Diomedes sie als Tochter des Zeus an, ihre Mutter ist dort Dione, und auch die Odyssee und der Homerische Hymnus auf Aphrodite nennen sie Tochter des Zeus. Hesiod nennt in den Versen zur Schaumgeburt keine Eltern. Platon lässt Pausanias zwei Aphroditen unterscheiden, und Apollodor lässt Zeus mit Dione die Aphrodite zeugen.
Wer ist der Vater von Aphrodite?
Bei Homer ist es Zeus. Im Symposion unterscheidet der Redner Pausanias die ältere, mutterlose Aphrodite, eine Tochter des Uranos, von der jüngeren, der Tochter des Zeus und der Dione. Hesiod nennt in den Versen zur Schaumgeburt keinen Vater. Die Herkunft ist damit in den Quellen nicht einheitlich überliefert.
Wen liebte Aphrodite?
Nach der Odyssee ist sie mit Hephaistos verheiratet und heimlich mit Ares verbunden; in der Ilias heißt die Frau des Hephaistos Charis, in der Theogonie Aglaia. Dazu kommt Adonis, dessen Geschichte Apollodor, Bion und Ovid erzählen, und Anchises, von dem sie nach dem Homerischen Hymnus einen Sohn bekommt, Äneas.
Welche Symbole gehören zu Aphrodite?
Zu ihren Zeichen zählen die Rose, die bei Bion aus dem Blut des Adonis entsteht, die Myrte, die Vergil der Venus zuordnet, und die Taube. Bei Ovid fährt Venus auch mit Schwänen. Ihren Gürtel leiht sie in der Ilias der Hera; in ihm sind nach Voß Zauberreize versammelt.
Welche Kinder hat Aphrodite?
Mit Anchises hat sie nach der Ilias und dem Homerischen Hymnus den Äneas. Mit Ares zeugt sie bei Hesiod Harmonia sowie Graun und Entsetzen, wie Voß die Namen Phobos und Deimos wiedergibt. Eros ist bei Hesiod ein Urgott und Gefährte der Aphrodite; bei Lukian und Cicero erscheint er als Sohn der Venus, bei Cicero ist außerdem Anteros ein Sohn der dritten Venus und des Mars.